Bundesverwertungsverordnung für mineralische Abfälle

Dr. Michael Kerth 

Tel. (0 52 31) 3 08 21 – 0,

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Neuer Fachausschuss „Bundesverwertungsverordnung für mineralische Abfälle“

Vor dem Hintergrund der anstehenden rechtlichen Regelungen zum Umgang mit mineralischen Abfällen einschließlich Bodenmaterialien („Bundesverwertungsverordnung“) ist es Zielsetzung des Fachausschusses, sich aus Sicht des Bodenschutzes insbesondere mit der Verwertung in „bodenähnlichen Anwendungen“ und der Frage der Berücksichtigung von bzw. des Umgangs mit „Gebieten mit erhöhten Schadstoffgehalten“ zu beschäftigen.

Von den 141 Mio. t in Deutschland jährlich anfallenden Bodenmassen werden wahrscheinlich mehr als 100 Mio. t in „bodenähnlichen Anwendungen“ verwertet (davon 74,5 Mio. t im Bergbau), 21 Mio. t gelangen auf eine Deponie (vgl. Zwischenergebnisse aus dem UFOPLAN-Vorhaben "Aufkommen, Qualität und Verbleib mineralischer Abfälle/Materialien"). Die Verwertung von Bodenmaterial in „bodenähnlichen Anwendungen“ stellt damit den massenmäßig größten Verwertungsteilstrom für Bodenmaterial dar. Die sich aus Gründen des Grundwasserschutzes  abzeichnende Absenkung der „Grenzwerte“, bis zu denen eine Verwertung zulässig ist, könnte daher zu einer erheblichen Verschiebung der Massenteilströme hin zu (dann voraussichtlich nicht in ausreichender Zahl vorhandenen) Deponien führen, was die Entsorgung des Bodens erheblich verteuern dürfte.

Vorbelastungen, die ggf. einer Verwertung entgehen stehen, werden gerade die Böden aus dem Siedlungsraum aufweisen, während Böden von der „Grünen Wiese“ im Regelfall problemlos verwertet werden könnten. Wenn für die Verwertung vorbelasteter Böden aus dem Siedlungsraum keine geeigneten Regelungen getroffen werden, könnte es daher durch die geplante Absenkung der „Grenzwerte“ zu einer Fehlsteuerung in Richtung der weiter verstärkten Inanspruchnahme der „Grünen Wiese“ und damit naturnaher Böden kommen. Schwerpunkt des Fachausschusses soll daher die Arbeit an der Auflösung dieses Zielkonfliktes sein.

Gegenstand des Fachausschusses soll auch die Thematik der Beprobung des für eine Verwertung vorgesehenen Bodens sein, da hier praktikable, aber auch fachlich belastbare und standardisierte Verfahren notwendig sind.

Vorgesehen ist eine enge Abstimmung mit dem neu konstituierten ITVA-Fachausschuss C6 "Umgang mit Bodenmaterial und anderen mineralischen Stoffen", der sich insbesondere auch mit der Frage beschäftigen wird, unter welchen Voraussetzungen mineralische Abfälle bei einer Sanierungsmaßnahme (wieder-) eingebaut werden können.

BVB-Mitglieder, die Interesse an einer Mitarbeit in diesem Fachausschuss haben und auf Grund ihrer Qualifikation und ihrer praktischen Erfahrungen zur Fachausschussarbeit beitragen können, wenden sich bitte an den Obmann des Fachausschusses Dr. Michael Kerth, Tel. (0 52 31) 3 08 21 – 0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

VORSITZ

pfeil Marit Wießner

Caspar-David-Friedrich-Straße 6
01219 Dresden
Telefon: +49 (0) 3 51/4 77 82-0
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